Wie erkennt man einen ordentlichen Verlag?

Wenn Sie am Anfang stehen und ernsthaft als Autor wahrgenommen werden wollen, veröffentlichen Sie niemals in einem Angebot, zu dem Sie selbst Geld zahlen müssen. Ein seriöser Verlag hat einen Wikipedia-Eintrag, eine ordentliche Webseite, ein erkennbares Verlagsprofil (bestimmte Schwerpunkte), hat Angestellte, die auf PR und Marketing spezialisiert sind und würde niemals eine Bezahlung für etwas wie Lektorat, Satz oder Korrektur verlangen. Im Verlagsvertrag ist festgehalten, dass der Autor vom ersten Buch an Prozente erhält, das sollte zwischen 10 und 12 Prozent des Nettoladenpreises liegen. Ein ordentlicher Verlag zahlt ein Garantiehonorar. Es wird mit den Prozenten aus den tatsächlich verkauften Büchern verrechnet, der Autor kann es in jedem Fall behalten. Dieser Vorschuss wird in zwei bis drei Raten überwiesen, in der Regel bei Manuskripteinreichung/Vertragsbeginn und Erscheinen. Es kann sein, dass ein kleinerer Verlag nicht in der Lage ist, ein Garantiehonorar zu zahlen. Dann sollten Sie sorgsam abwägen, ob dieser Verlag Ihrem Buch zu annehmbaren Verkaufzahlen verhelfen kann, was vor allem mit seinem Renommee zusammen hängt. Wenn es Ihnen nicht so sehr auf den Verkauf ankommt (etwa weil Sie einen festen Broterwerb haben), aber die Chemie stimmt, kann solche Konstellation trotzdem gut sein. Gerade im Bereich Lyrik gelingt ein Einstieg häufig über kleine, idealistische Verlage. Ihr Prosadebüt sollten Sie mit einem Roman und bei einem arrivierten Verlag machen. Ein Debütant ist ein Hoffnungsträger und hat mehr Chancen auf Aufmerksamkeit, spezielle Veranstaltungen für Debütanten und Preise für Romandebüts. Ein Romandebüt hat man nur einmal im Leben.

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2 Antworten auf Wie erkennt man einen ordentlichen Verlag?

  1. Veronika sagt:

    Ja stimmt. Es ist nicht leicht einen seriösen Verlag zu finden. Diese Erfahrung habe ich ebenfalls machen müssen.
    Doch irgendwann war das Glück auch mal auf meiner Seiter und ich habe den Frieling Verlag in Berlin entdeckt.
    Wer mal gucken will hier ist der link:
    http://www.frieling.de/

    Viel Glück bei der Suche
    Veronika

    • admin sagt:

      Wenn Sie bitte den Text oben lesen würden… Es geht hier um Verlage, die ihren Autoren ein Garantiehonorar zahlen usw. und eben nicht um das „Konzept des durch den Autor mitfinanzierten Buches“ wie beim Frieling-Verlag oder vielen anderen Druckereien mit Verlagsangebot.

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